EU-Bio-Siegel

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Das EU-Biosiegel steht für Produkte aus ökologischem Landbau, die aus EU-Ländern stammen. Es ist das Standardsiegel für Bioprodukte in Europa. Das Siegel wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vergeben und beinhaltet Vorgaben bzgl. der Herstellung, Verarbeitung, des Transports und der Lagerung. Die EU-Richtlinien sehen vor, dass lebende oder unverarbeitete Erzeugnisse mindestens zu 95 % aus biologischer Landwirtschaft oder biologischer Aquakultur stammen müssen. Mit dem EU-Biosiegel werden außerdem Erzeugnisse gekennzeichnet, die zur Verwendung als Lebensmittel oder Futtermittel bestimmt sind. Von der Zertifizierung ausgeschlossen sind Kosmetik sowie Erzeugnisse aus Jagd und Fischerei.

Mit der Absicht, das Vertrauen in Biolebensmittel bei Verbraucher und Verbraucherinnen zu stärken, gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Biosiegel heraus. Seit dem 1. Juli 2010 schreiben die EU-Richtlinien vor, dass vorverpackte Biolebensmittel mit dem Logo, dem dazugehörigen Kontrollstellencode und einer allgemeinen Herkunftsangabe der Zutaten gekennzeichnet werden müssen. Mithilfe der EU-Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ sollen somit ein Viertel des EU-Agrarlands bis 2030 ökologisch bewirtschaftet werden. Produkte mit dem EU-Biosiegel gibt es im Lebensmitteleinzelhandel, wie z.B. Supermärkte, in Bioläden und Reformhäusern, darüber hinaus auch in Märkten für Heimtierfutterbedarf.

Die Auflagen (unter anderem):

  • Pro Hektar Fläche Tierhaltung von 2 Milchkühen oder 5 Mastkälbern
  • 14 Mastschweine pro Hektar
  • 230 Legehennen oder 580 Masthühner pro Hektar
  • Enthornung möglich

www.bmel.de