Fisch

Zugegeben: In puncto „frischer Fisch“ denken viele zunächst nicht an Thüringen. Aber auch der Freistaat hat qualitativ hochwertige Fische aus Fischzuchtanlagen und Aquakulturen zu bieten, die mit ihrem Geschmack überzeugen. Mit welchem Wasser Fischzuchtanlagen in Thüringen unter anderem betrieben werden und welcher Fisch im Freistaat am häufigsten produziert wird, erfahren Sie im Folgenden.

Einmal die Woche Fisch

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: Fisch sollte ein- bis zweimal in der Woche auf unserem Speiseplan stehen.1 Gründe dafür sind unter anderem der hohe Gehalt an wichtigen Aminosäuren im Fisch sowie die tierischen Eiweiße.1 Und die Deutschen lassen sich den Fisch schmecken: 2019 verzehrten sie rund 1,1 Millionen Tonnen (Fanggewicht) Fisch und Meeresfrüchte. Das ergibt einen Verbrauch von durchschnittlich 13,3 kg (Fanggewicht) pro Kopf.2 Schaut man sich an, wie viel Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte durchschnittlich pro Kopf in den Bundesländern eingekauft wurden (Menge in Produktgewicht ohne Außer-Haus-Verzehr) führen Hamburg (6,8 kg), Bremen (6,7 kg) und Schleswig-Holstein (6,5 kg) das Ranking deutlich an (Stand 2019).2 Thüringen belegt aktuell mit 4,9 kg Pro-Kopf-Einkauf Platz Nummer 14 und liegt damit noch unter dem Deutschlanddurchschnitt von 5,2 Kilogramm (Stand 2020).3

Wo kein Meer in Sicht ist: hochwertige Aquakulturen in Thüringen

In Bundesländern wie Thüringen ohne geografischen Anschluss ans Meer wird die Fischproduktion unter anderem mit Fischzuchtanlagen und Aquakulturen betrieben. 2020 wurden deutschlandweit in rund 2.500 Aquakulturbetrieben circa 18.500 Tonnen Fisch erzeugt.3 Das entsprach einem Zuwachs von 49 Tonnen im Vergleich zu 2019 (+0,3%).7

In Thüringen wurden 2020 elf Prozent mehr Speisefische produziert als im Vorjahr.3 Die 56 Aquabetriebe erwirtschafteten 808 Tonnen Speisefisch. Sie haben damit einen Anteil an der deutschlandweiten Fischerzeugung von ungefähr 4,3 Prozent.3

Gut die Hälfte an produzierten Fischen in Deutschland waren 2020 mit 10.500 Tonnen die forellen- beziehungsweise lachsartigen Fische (56,5 %).7 Dazu gehören Regenbogenforellen (6.000 t), Lachsforellen (1.800 t) und (Elsässer) Saiblinge (1.500 t).7 Mehr als ein Viertel (27,9 %) machen darüber hinaus die karpfenartigen Fische wie Karpfen, Schleien, Rotaugen und Rotfedern mit insgesamt 5.100 Tonnen aus.7 Davon entfielen ganze 4.800 Tonnen auf den Gemeinen Karpfen.7

In Thüringen war die Regenbogenforelle 2020 mit 507 Tonnen (49 %) ebenfalls der meisterzeugte Fisch.3 Auch der Karpfen macht mehr als ein Viertel in der Thüringer Fischzucht aus (186 t).3 Danach folgen Lachsforellen (62 t), Bachsaibling (15 t), Bachforelle (14 t) und Schleie (3 t).3 Die sonstigen weiteren Speisefischarten hatten in Thüringen 2020 eine Produktionsmenge von 23 t.3

Hohe Qualität: Wasser aus südthüringischen Bergen

Bei der Themar Fischzuchtanlagen GmbH sind gleich drei Fischsorten mit dem Siegel „Geprüfte Qualität aus Thüringen“ ausgezeichnet: Die Forellen, Goldforellen und Saiblinge des Forellenhofs entsprechen hohen Qualitätsstandards und kommen garantiert aus Thüringen. Die Fischzuchtanlagen werden dabei ganzjährig mit frischem Wasser des Mittelgebirgsfluss Schleuse gespeist.5 Dieses Wasser entspringt den südthüringischen Bergen, durchfließt die Trinkwassertalsperre Schönbrunn und die Talsperre Ratscher bis es auch in Themar ankommt.5 Und dort, wo Schleuse und Werra sich treffen, liegt der Forellenhof. Laut der Themar Fischzuchtanlagen GmbH sorgt das klare und naturbelassene Flusswasser für die hohe Qualität der Fische.5 Diese wachsen nach Unternehmensinformation zudem nicht in Massentierhaltung auf, womit ein natürliches Wachstum gewährleistet wird.5

Wissenswertes

Kaufen Sie Fisch direkt von der Theke, im Hofladen oder auf einem Thüringer Wochenmarkt, können Sie anhand einiger Merkmale feststellen, ob der Fisch frisch ist. So sollte der Fisch einen neutralen, nicht fischigen, Geruch haben.6 Die Haut des Fisches ist durch eine natürliche Schleimschicht umgeben, die zum Zeitpunkt des Kaufes durchsichtig sein sollte.6 Der gesamte Fischkörper, aber auch die Flossen dürfen zudem nicht verklebt oder gar trocken sein.6 Wird der Fisch mit Kopf verkauft, können sie anhand der hervorstehenden, klaren Augen sowie rosaroten Kiemen die Frische des Fisches erkennen.6 Bei bestehender Unsicherheit hilft ein kleiner Test: Wird das Fischfleisch mit dem Finger etwas eingedrückt, formt es sich bei frischem Fisch nach wenigen Sekunden zurück in die Ausgangsform.6

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit empfiehlt einen speziellen Umgang mit Fisch: So sollte der frische Fisch nach dem Einkauf in einer Kühltasche nach Hause transportiert werden.1 Er kann dann bei vier Grad Celsius für einen Tag im Kühlschrank gelagert werden.1 Für gegarten oder geräucherten Fisch gilt die Faustregel von zwei Tagen im Kühlschrank.1 Weil der Fisch ein leicht verderbliches Lebensmittel ist, darf er im Kühlschrank jedoch nicht neben Speisen liegen, die nicht erhitzt werden.1 Nach dem Kochen sollten zudem alle verwendeten Arbeitsgeräte und -flächen sowie die Hände gründlich gereinigt werden.1

Daten & Fakten zu Fisch aus Thüringen

2020 erwirtschafteten in Thüringen 56 Aquabetriebe 808 Tonnen Speisefisch.

Thüringen hat einen Anteil an der deutschlandweiten Fischerzeugung von ungefähr 4,3 Prozent (Stand 2020).

In Thüringen war die Regenbogenforelle 2020 mit 507 Tonnen der meisterzeugte Fisch.

Lizenzierte Produkte und Produzenten

Themar Fischzuchtanlagen GmbH

  • Forelle
  • Goldforelle
  • Saibling

 

Eine Übersicht der Thüringer Unternehmen und Produkte aus der Branche „Fisch, Fischerzeugnisse“ finden Sie auf der Webseite des Agrarmarketings Thüringen.