Bio-Siegel

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Seit 2001 können in Deutschland Lebensmittel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Tierfuttermittel und Saatgut mit dem staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Voraussetzung ist, dass die Lebensmittel / Erzeugnisse den Kriterien der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau genügen. Als Orientierungshilfe für Verbraucher und Verbraucherinnen sowie zur Stärkung einer nachhaltigen Agrarwirtschaft wurde das Siegel vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ins Leben gerufen. Zusätzlich zum verpflichtenden EU-Bio-Logo, welches vorverpackte, in der EU ökologisch erzeugte Lebensmittel kennzeichnet, kann das staatliche Bio-Siegel freiwillig genutzt werden. Produkte mit dem Bio-Siegel sind im Lebensmitteleinzelhandel, wie z.B. in Supermärkten, in Bioläden und Reformhäusern, aber auch in Heimtierfuttermärkten oder Baumschulen zu finden.

Bislang haben 6.049 Unternehmen insgesamt 90.114 Produkte für die Nutzung des staatlichen Bio-Siegels in der Bio-Siegel-Datenbank registrieren lassen (Stand: 31.01.2021). Das Bio-Siegel darf genutzt werden, wenn die Anforderungen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau eingehalten werden.

Grundsätzlich müssen alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus dem ökologischen Landbau stammen, für bis zu 5 % dieser Zutaten sind streng geregelte Ausnahmen möglich.

  • Keine Anwendung von Gentechnik
  • Kein Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
  • Fütterung der Tiere mit ökologisch und möglichst mit
    selbsterzeugtem Futter, wenig Zukauf von Futtermitteln; sowie
    weitgehender Verzicht auf Antibiotika.

Die Auflagen zur Tierhaltung sind unter anderem:

  • Pro Hektar Fläche Tierhaltung von 2 Milchkühen oder 5 Mastkälbern
  • 14 Mastschweine pro Hektar
  • 230 Legehennen oder 580 Masthühner pro Hektar
  • Enthornung möglich (nur mit Genehmigung der zuständigen
    Behörde)

www.bmel.de