Vom krossen Urfladen bis hin zu deftigen Rippchen – so setzt Genussbotschafterin Kati Wilhelm in ihrem Restaurant „Heimatlon“ die Thüringer Küche in Szene

Das Stadtbild von Steinbach-Hallenberg prägen die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser. Direkt gegenüber vom Rathaus, einem der Sehenswürdigkeiten der Stadt, liegt das Restaurant „Heimatlon“, das 2014 von der Ausnahmebiathletin Kati Wilhelm eröffnet wurde. Hier bekommen die Gäste neben Klassikern der Thüringer Küche auch regionale und saisonale Eigenkreationen wie den Urfladen, der im Holzofen gegart wird. Lesen Sie hier, warum das „Heimatlon“ mit seinem urigen Charme Gäste anlockt und wie Kati Wilhelm und ihr Team ganz auf regionale Spitzenqualität achten.

Gemütliches Ambiente: rustikaler Charme im lichtdurchfluteten Raum

Wer das Heimatlon betritt, spürt schnell, dass sich Kati Wilhelm hier ihren ganz persönlichen Lebenstraum erfüllt hat. Der Raum ist lichtdurchflutet, alles wirkt hell und freundlich. Auf einer langen Sitzbank am Rande können es sich die Gäste bequem machen. Die kleinen Holztischchen und größere Holztische aus massivem Eichenholz unterstreichen den rustikalen Charme des Restaurants. Fotos von Kati Wilhelms Karriere hängen an den Wänden, abends hüllen die Deckenlampen, die an Schneebesen erinnern, das Restaurant in ein sanftes Licht. 

In der Mitte befindet sich die einsehbare Küche. Wer mag, kann hier dem Koch über die Schulter schauen. Gekocht wird unter anderem am offenen Feuer, das in einem Holzofen lodert. In einer Glasvitrine stehen selbstgebackene Kuchen und werden auf Wunsch serviert. Es gibt Tee aus Thüringer Gebirgskräutern. Von der Decke hängen rote, schmale Blumentöpfe, aus denen Petersilie und Basilikum wachsen. 

Wie Kati Wilhelm nach ihrer Sportkarriere das Restaurant aufbaute

Die Idee, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, kam Kati Wilhelm ein wenig durch Zufall. „Nach dem Ende meiner Sportkarriere hatte ich viele Eindrücke über die Jahre gesammelt. Ich hatte die Vision, einen Ort zu schaffen, an dem man gemütlich einen Kaffee trinkt, drumherum eine schöne Umgebung. Dann wurde ein neuer Pächter gesucht für die Räume, in denen sich jetzt das Heimatlon befindet. Da habe ich zugegriffen“, so die frühere Biathlon-Weltmeisterin und Genussbotschafterin für das Thüringer Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität aus Thüringen“. 

Ein komplettes Konzept hatte sie am Anfang noch nicht. „Es war nicht durchdacht, nur eine Idee, etwas zu machen, das dem Tourismus und den Einheimischen Nutzen bringt. Ich wollte etwas aufbauen, was andere Leute schätzen“, erklärt Kati Wilhelm. Nach und nach hätten sie dann gemeinsam Ideen entworfen und gemerkt, dass allen besonders eine Sache am Herzen liegt: die Thüringer Küche neu zu kombinieren und dabei auf die erstklassigen Lebensmittel der Region und der Saison zu setzen. 2014 baute sie dann das Restaurant auf, stellte Personal ein und entwickelte Konzepte und Gerichte zusammen mit einem Koch und einer Angestellten.

Das Essen: leckere Fladen aus dem Holzofen mit saisonalen und regionalen Zutaten

Manchmal steht Kati Wilhelm selbst am Holzofen, serviert Getränke und ist auch für einen kleinen Plausch zu haben. Auf der Speisekarte finden sich neben einigen klassischen Thüringer Gerichten wie Bratwurstbrät mit Klößen auch andere Delikatessen. Das „Heimatlon“ überzeugt vor allem mit Eigenkreationen wie einem Urfladen, der mit saisonalen Zutaten belegt wird. So finden Gäste im Herbst ihren Fladen mit Pfifferlingen, Speck und Zwiebeln belegt; im Sommer mit saftigen Kirschtomaten und Paprikastücken. Der Holzofen gibt dazu die richtige Hitze, in der der Urfladen angenehm kross wird und der Käse seine Bräune erhält.

Das Konzept der Küche erklärt Kati Wilhelm wie folgt: „Ich liebe die traditionelle Thüringer Küche, aber ich finde, wir Thüringer haben viel mehr zu bieten als Klöße, Rostbratwurst und Sauerbraten. Darum wollte ich in meinem Restaurant neue Akzente setzen. Was wir zum Kochen verarbeiten, ist zudem saisonal, regional, frisch und von guter Qualität“. Das Fleisch komme deshalb vom heimischen Metzger, Obst und Gemüse aus der umliegenden Region. „Damit vereinen wir das Beste aus drei Welten: Frische und Qualität aus der Region, das Deftige und Bodenständige der Thüringer Küche kombiniert mit einem Hauch Neugier und Exotik, die ich auf meinen Reisen kennenlernen durfte“, so die ehemalige Biathletin. 

Beliebt bei Reisenden und Einheimischen und definitiv einen Besuch wert

Direkt am Eingang ist ein Bild der Ausnahmesportlerin platziert. Mit einem kecken Lächeln schaut sie die einkehrenden Besucherinnen und Besucher an und probiert von dem Schokoladenlöffel, den sie in ihrer Hand hält. Die Botschaft: Hier darf geschlemmt werden. Das Konzept, traditionelle Thüringer Küche mit neuen Akzenten zu verbinden und dabei konsequent auf die hervorragenden Thüringer Produkte zu setzen, scheint aufzugehen: Das „Heimatlon“ ist gut besucht, die meisten Gäste sind Reisende, es gibt aber auch Stammgäste aus den Nachbarorten. „Manche kommen aus Neugier vorbei, wollen neue Sachen ausprobieren und kommen dann wieder wegen des guten Geschmacks. Andere wollen gerne etwas Deftiges essen. Wir bieten für viele Zielgruppen etwas, das sie mögen“, so Kati Wilhelm.

Und so wird es im Heimatlon auch in Zukunft Schmorgerichte, Rippchen, Blumenkohlsuppe und Urfladen geben, eben alles, was die Saison und Region zu bieten hat. Dass die Gäste wiederkommen, dessen ist sich Kati Wilhelm sicher: „Wir bieten eine Wohlfühlatmosphäre, und in puncto Frische und Qualität können wir mit hochklassigen Restaurants mithalten. Das begeistert auch unsere Gäste.“