So gar nicht von gestern: Klassiker neu interpretiert

Regional, saisonal und im Trend: Hausmannskost erlebt eine leckere Renaissance

Woher stammt der Begriff „Hausmannskost“? 

Der Begriff Hausmannskost hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert. Als „Hausmann“ bezeichnete man damals den Hausherrn. Die Mahlzeit, die ihm serviert wurde – um ihn mit ausreichend Energie für den weiteren Tag zu versorgen – nannte man deshalb „Hausmannskost”. Die Produkte und Zutaten stammten aus der Region. Das Essen war einfach, aber gehaltvoll und zumeist deftig. Essensreste wurden oft weiterverarbeitet und daraus neue Gerichte gezaubert. So entstand zum Beispiel der beliebte Falsche Hase.

Einfach, regional und herzhaft 

Auch heute noch verstehen die meisten unter Hausmannskost eine einfache, herzhafte und traditionell deutsche Art zu kochen. Dementsprechend sind viele der dafür verwendeten Zutaten regional produziert. So finden vor allem Kartoffeln, verschiedenste Kohlsorten, Wurzelgemüse und Zwiebeln Verwendung. Eine Übersicht über Thüringer Produzenten und ihre Produkte gibt es hier auf der Website des Thüringer Agrarmarketings

Bekannt ist die deutsche Küche natürlich auch für ihre deftigen Fleischgerichte wie Braten, Kohlroulade, Schnitzel oder Eisbein. Traditionelle Zubereitungsarten wie Schmoren, Pökeln oder Räuchern sorgen für den pikanten Geschmack, den wir lieben. Frisches, hochwertiges und mit dem Thüringer Qualitätszeichen ausgezeichnetes Fleisch gibt es bei diesen Thüringer Produzenten – ganz einfach nach Fleisch- und Wurstwaren filtern. 

Hausmannskost heute noch alltagstauglich? 

Viele Gerichte der Hausmannskost wurden zu einer Zeit entwickelt, in der die meisten Menschen noch schwer körperlich gearbeitet haben. Der Fettgehalt und somit die Energiedichte sind oft sehr hoch. Für unseren heutigen bewegungsarmen Alltag ist die beliebte Hausmannskost daher leider nicht gerade gesund und Figur-freundlich. Man sollte sich daher diese Leibspeisen nur ab und zu gönnen.  

Hervorzuheben ist aber nochmal, dass Hausmannskost vor allem auf regionale Gemüsesorten setzt, wodurch diese Küche zu einer sehr natürlichen Art des Kochens wird. Es werde kaum oder nur wenige industriell hergestellte Zutaten benötigt. Wer dabei nur eine kleinere Fleischportion zu sich nimmt und sich dafür am Gemüse satt isst, spart außerdem viele Kalorien.  

Traditionell UND innovativ 

Trotz internationaler Food-Trends sichern sich die Klassiker nach wie vor ihren festen Platz auf dem deutschen Speiseplan der Deutschen. 

Innovative Interpretationen verleihen der Hausmannskost zudem neuen Schwung und lassen sich einfach nachkochen und mit frischen Zutaten oder Gewürzen leicht individualisieren. Einen Überraschungseffekt erzeugen auch veränderte Schnittformen oder Arten des Anrichtens. 

Auf unserer Webseite gibt es eine Reihe von Inspirationen und Rezepten. Wie wäre es zum Beispiel mit Florentiner Eiern statt dem typischen Spinat, Spiegelei und Salzkartoffeln? Oder man versucht sich am Knödelsalat mit Radieschen-Vinaigrette, einer Biersuppe oder einer Schweinerolle "Rennsteig" mit Blumenkohl und Kartoffeln. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit!